Allgemein | Brandschutz | Artikel
Feuerlöscher richtig einsetzen
Nach Erfahrungen der Feuerwehr können richtig eingesetzte Feuerlöscher Leben retten. Deshalb sollte jeder mit einem Feuerlöscher umgehen können und wissen, wo der nächste Feuerlöscher untergebracht ist. Jeder sollte sich sodann mit der Aufschrift des Löschers vertraut machen, insbesondere damit, wie er im Ernstfall zu betätigen ist. Öfters findet man einen Feuerlöscher der Brandklassen ABC mit 6 kg Löschmittelinhalt vor. Dieser Feuerlöscher eignet sich zum Löschen brennbarer fester Stoffe (Brandklasse A), brennbarer Flüssigkeiten (Brandklasse B) und brennbarer Gase (Brandklasse C).

Beim Einsatz von Feuerlöschern gibt es einige Grundregeln, die man beachten sollte. Wichtig ist, dass Ruhe und Übersicht gewahrt und die Feuerwehr gerufen wird. Notruf: 112

Wer einen Feuerlöscher einsetzen muss, sollte ihn vorher entsichern. Danach dauert es etwa zwei Sekunden bis sich der Druck im Löschmittelbehälter aufgebaut hat. Deshalb erst nach dieser kurzen Pause die Spritzpistole öffnen. Bitte weiterhin ausreichenden Abstand vom Feuer halten, da die Wurfweite vom Wasser oder Pulver bis zu fünf Metern beträgt und erst bei diesem Abstand sich die volle Wirkung der Pulverwolke entfaltet.

Um den Löscherfolg beobachten zu können, sollten immer nur kurze Stöße abgegeben werden. So verhindert man auch, dass der Löscher in kürzester Zeit leer ist. Die Mindestspritzdauer eines Pulverlöschers dauert nur etwa neun Sekunden. Stets von unten löschen. Immer sollte mit dem Wind, nicht gegen die Windrichtung der Pulverlöscher im Einsatz sein. Stehen mehrere Feuerlöscher zur Verfügung, so sollten nicht alle auf einmal verbraucht werden. Den Feuerlöscher nie ganz entleeren, damit für wiederaufflammende Brandherde noch eine Reserve nutzbar bleibt.

Leere Löscher sollten sofort wieder nachgefüllt werden, auch solche, die nur teilweise geleert wurden. Zur Sicherheit müssen sämtliche Löscher alle zwei Jahre vom Hersteller oder einem dafür Beauftragten überprüft werden. Bei Befolgen dieser Regeln können im Haushalt bis zu 75 % aller Entstehungsbrände im Keim erstickt werden. 

Brandklassen:

Brandklasse A
Feststoffbrände  - Verbrennung unter Glutbildung
Beispiele: Holz, Papier, Textilien, Kohle, Autoreifen
verwendbare Feuerlöscher: Pulverlöscher mit Glutbrandpulver, Wasserlöscher, Schaumlöscher

Brandklasse B
Flüssigkeitsbrände  - flüssige oder flüssig werdende Stoffe
Beispiele: Öle, Fette. Lacke, Teer, Äther, Alkohol, Paraffin
verwendbare Feuerlöscher: Pulverlöscher mit Glutbrandpulver, Pulverlöscher, Kohlendioxid-Löscher (CO2), Schaumlöscher

Brandklasse C
Gasbrände
Beispiele: Acetylen, Methan, Wasserstoff
verwendbare Feuerlöscher: Pulverlöscher mit Glutbrandpulver, Pulverlöscher,  Schaumlöscher

Brandklasse D
Metallbrände
Beispiele: Aluminium, Magnesium, Lithium, Natrium, Kalium bzw. von Legierungen.
verwendbare Feuerlöscher: Pulverlöscher mit Metallbrandpulver

zurück zur Übersicht