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Vor der Gründung der Feuerwehr
In den mittelalterlichen Städten und Dörfern verbreitete der Ruf „ Feurioh" ungeheure Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. In den engen Gassen stellten die zum großen Teil aus Holz gebauten Häuser mit ihren strohgedeckten Dächern und offenen Feuerstellen eine stete Brandgefahr dar. Brach ein Feuer aus, war es kaum zu stoppen, so dass häufig ganze Stadtteile durch Feuerbrünste eingeäschert wurden.

Statt den Brand zu löschen, ergriffen die meisten Bewohner die Flucht, um sich und ihre Habe in Sicherheit zu bringen. Um die verheerenden Folgen eines Brandes möglichst gering zu halten, wurden Feuerverordnungen  erlassen, die den Bürger vorschrieben, wie sie sich bei der Verhütung und Bekämpfung von Bränden zu verhalten hatten.

So durfte lt. Vogtgerichtverordnung von 1587, kein Kind in Pfauhausen mit offenem Feuer zu tun haben. Eine Feuerschau sah alle 14 Tage nach, ob jeder Ofen seinen Stein, jedes Haus seinen guten Feuerstürzel und seine Leitern hatte und ob die vorgeschriebenen Wasserkübel bereit standen. Die Brunnen wurden Bei Strafe sauber zu halten. Es durfte kein Kübel darin geschwenkt, noch etwas Unsauberes darin gewaschen werden. Der Brunnenmeister war verantwortlich, dass immer reichlich Wasser vorrätig war.

Brach ein Brand aus, so war die ganze Einwohnerschaft zur Hilfe verpflichtet. Aus Bächen und Brunnen wurde das Löschwasser mit Holz- und Lederkübeln geschöpft und über eine Menschenkette von Hand zu Hand weitergegeben. An der Brandstelle angelangt, wurde der Wassereimer dem Steiger auf die Leiter gereicht, der den im Eimer verbliebenen Rest Wasser über die Flammen goss.

Um das Jahr 1840 verlagerte sich die Aufgabe der Brandbekämpfung von der gesamten Bevölkerung auf Feuerlöschmannschaften, so auch in Pfauhausen und Steinbach. Die Gemeinde Pfauhausen wurde durch Ministerialverordnung vom 20.03.1840 verpflichtet, innerhalb von 2 Jahren eine auf Rädern ruhende Feuerspritze, wenigstens der kleineren Art, anzuschaffen.

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