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Erste gemeinsame Grundausbildung der Feuerwehren Oberboihingen, Wendlingen, Köngen, Unterensingen und Wernau
20.05.2011 - Wendlinger Zeitung - Wendlinger Zeitung

Die Aufgaben der Feuerwehren haben zugenommen. Ausgehend von der Brandbekämpfung leisten die Wehren Hilfe bei Unfällen und Naturkatastrophen wie Hochwasser. Aber auch Aufklärung in der Bevölkerung sowie die Ausarbeitung von Feuerrettungswegen gehören zu ihren Aufgaben. Deshalb spielt die Aus- und Weiterbildung eine immer größere Rolle.
 
Erstmals haben fünf Feuerwehren im Landkreis Esslingen zwei Lehrgänge für ihren Nachwuchs gemeinsam durchgeführt. Im Zeitraum vom 25. März bis 7. Mai fanden ein Truppmannlehrgang und ein Sprechfunklehrgang statt, ergänzt durch einen Erste-Hilfe-Kurs. 18 Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren aus den fünf aktiven Wehren in Oberboihingen, Wendlingen, Unterensingen, Köngen und Wernau inklusive drei Jugendlichen von der Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen nahmen daran teil. Die einzelnen Lehrgangsinhalte wurden an 15 Tagen durchgenommen, an wechselnden Standorten. Insgesamt waren 70 Stunden angesetzt. Beteiligt an dem Lehrgang war auch die Bereitschaft Wendlingen-Unterensingen des Deutschen Roten Kreuzes.
 
Vor dem gemeinsam angestrengten Lehrgang haben die Wehren ihren Nachwuchs zu größeren Feuerwehren im Landkreis geschickt. Dort werden die Lehrgänge mit eigenen Ausbildern für den eigenen Nachwuchs sowie für den der kleineren Wehren durchgeführt. Weshalb sich die fünf Wehren für die beiden gemeinsamen Lehrgänge zusammengeschlossen haben, das hat damit zu tun, dass die Wartezeiten für die Lehrgänge bisweilen recht lang beziehungsweise die Anfahrtswege zu den Ausbildungsorten sehr weit waren. „Für die ausbildenden Wehren bedeuten die Lehrgänge einen immer höheren Aufwand, außerdem wurde es immer schwieriger, Ausbilder dafür zu finden", beleuchtet Matthias Perl, Erster stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberboihingen, den Hintergrund.
 
Nachdem die Zusammenarbeit der Nachbarfeuerwehren in den nächsten Jahren ohnehin verstärkt werden soll, war es zur Idee eines gemeinsam angebotenen Truppmann- und Sprechfunk-Lehrgangs nicht mehr weit. Die beiden Lehrgänge sind die Grundvoraussetzung für die Feuerwehrleute, um an Einsätzen teilnehmen zu dürfen. Positiver Nebeneffekt ist für die jungen Feuerwehrleute, dass sie dabei die Kameraden aus den Nachbarwehren kennenlernen. „Für eine Zusammenarbeit eventuell bei künftigen gemeinsamen Einsätzen oder weiteren Lehrgängen kann dies nur von Vorteil sein", so Perl.
 
Bei jeder der am Lehrgang beteiligten Wehren wurden in dem beschriebenen Zeitraum ein oder zwei Themen mit verschiedenen Ausbildern durchgeführt. So hatten die Federführung bei der theoretischen Ausbildung und beim Löscheinsatz die Feuerwehren Unterensingen und Oberboihingen, die technische Hilfeleistung übernahm die Feuerwehr Wernau mit der Feuerwehr Köngen, den Erste-Hilfe-Kurs absolvierten die Jugendlichen beim DRK in Wendlingen, die Sprechfunkausbildung führte die Oberboihinger Wehr durch, die Themen Fahrzeugkunde, Rettungs- und Löschgeräte, Knoten und wie man sich bei Gefahr beziehungsweise bei Gefahrgut verhält, teilten sich die Wehren untereinander auf.
 
Am Ende des 15-tägigen Lehrgangs konnten die jungen Feuerwehrleute ihre gelernten Fähigkeiten mit zwei Abschlussübungen unter Beweis stellen. Bei der ersten Übung wurden zwei in Brand geratene Bauwagen neben dem Bürgerhaus in Unterensingen angenommen. Weil sich im Bürgerhaus noch Menschen befanden, hatte deren Rettung oberste Priorität. Mit Leitern wurde sie über Fenster gerettet und dem DRK übergeben. Gleichzeitig mussten Feuerwehrschläuche zur Brandbekämpfung verlegt werden. Am Nachmittag stand dann noch die Rettung von eingeklemmten Unfallopfern auf dem Plan, die mit Spreizer und anderen technischen Hilfsmitteln befreit werden mussten.
 
Unter den Ausbildern von den einzelnen Wehren fand während des Lehrgangs ein reger Austausch statt: wo gibt es Nachbesserungen, was hat super geklappt, wofür muss künftig mehr Zeit einberechnet werden? Für den Lehrgang konnten die Ausbilder auf die von ihnen ausgearbeiteten bewährten Konzepten zurückgreifen. Dem ersten gemeinsamen Lehrgang vorausgegangen waren mehrmalige Treffen, bei denen die Kommandanten und Ausbilder das Vorhaben besprachen. „Letztlich konnten wir unser Vorhaben rasch umsetzen, da man sich untereinander kennt", so der stellvertretende Kommandant und Zugführer Matthias Perl. Das Landratsamt und der Kreisbrandmeister hatten davor grünes Licht für diesen ersten gemeinsamen Lehrgang gegeben.

Dieser Artikel wurde original aus dem/der Wendlinger Zeitung entnommen,
wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.
 
Angelegt am: 22.05.2011 10:33:28
Angelegt von: Fabian Burkart

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