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Sechs Feuerwehren üben den Ernstfall
03.11.2018 - Wendlinger Zeitung - Wendlinger Zeitung

Die Wernauer Erlenhöfe waren am Samstag der Schauplatz, um die neue Alarm- und Ausrückeordnung zu erproben

140 aktive Einsatzteilnehmer, 20 Fahrzeuge, 200 Zuschauer und etliche Tausend Liter transportiertes und verspritztes Löschwasser sorgten am Samstagnachmittag dafür, dass auf den ansonsten beschaulichen Erlenhöfen mächtig was los war. Bei der gemeinsame Feuerwehr-Großübung von sechs Wehren wurde die neue gemeinsame Alarm- und Ausrückordnung geübt.

WENDLINGEN/WERNAU. Szenario der Hauptübung, bei der die sechs Feuerwehren aus Wendlingen, Wernau, Köngen, Oberboihingen, Unterensingen und Kirchheim, die DRK-Bereitschaften Wendlingen und Wernau und die Polizei Kirchheim im Einsatz waren, war ein Brand in einem Gebäude des landwirtschaftlichen Anwesens auf den Erlenhöfen. Zudem musste auch eine verletzte Person auf einem Silo gerettet werden. Daneben galt es die erschwerte Löschwasserversorgung im Außenbereich sicherzustellen. Die beiden Kommandanten der für die Hauptübung federführenden Feuerwehren Wendlingen und Wernau, Miroslav Jukic und Rainer Märsch, freuten sich darüber, dass 200 Zuschauer den Weg auf die Erlenhöfe gefunden hatten, um dort dem Geschehen beizuwohnen.
Die Floriansjünger machten sich sofort daran, eine erste Löschwasserverbindung zum 50 Kubikmeter beinhaltenden Wassersilo der Erlenhöfe herzustellen. „Das Wasser muss zunächst sinnvoll und gezielt eingesetzt werden, bis die restliche Wasserversorgung hergestellt ist", erklärte der Wernauer Kommandant. Kurz danach traf das erste Rotkreuzfahrzeug ein, das sofort die sechs Verletzten aus dem Hauptgebäude medizinisch erstversorgte.

Schon bald wurde die Veranstaltung dann zu einer nassen Angelegenheit für die Zuschauer und Einsatzteilnehmer: Die ebenfalls eingetroffene Wendlinger Feuerwehr spritzte nun Wasser in den angenommenen Brandherd. Parallel galt es noch den siebten Verletzten, der sich noch auf dem Getreidesilo befand, schnellstmöglich zu retten. Dazu wurde das Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr Kirchheim eingesetzt. 30 Minuten nach Übungsbeginn gelang es, den Verletzten im Drehkorb in Sicherheit zu bringen, der anschließend durch die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes versorgt wurde.
Zwischenzeitlich hatten die Feuerwehrleute einen 4000 Liter Löschwasser fassenden Behälter aufgebaut, für den es nun galt, per Pendelverkehr mit Feuerwehrfahrzeugen Wasser aus Hydranten von Wendlingen und Wernau heranzuschaffen, und außerdem Schlauchverbindungen zum Brandherd herzustellen.
Die erste Leitung war nach 49 Minuten gelegt. „Der Beckenaufbau und das Verlegen der Wasserleitungen waren logistische Aufgaben, die deutlich mehr Zeit als ursprünglich eingeplant war in Anspruch genommen haben", erkannten Jukic und Märsch hier noch Verbesserungsbedarf. Als um 15.18 Uhr das Signal „Wasser halt" von der Einsatzleitung erklang, waren zum Löschen des angenommenen Brandes rund 200 000 Liter Löschwasser geflossen.
Im Wendlinger Feuerwehrmagazin fand anschließend eine Nachbesprechung statt. „Kommunikationsschwierigkeiten und zu wenige eingesetzte Fahrzeuge zur Wasserversorgung führten zu nicht eingeplanten Verzögerungen", lautete das Urteil von Miroslav Jukic, der aber aufgrund der insgesamt guten Zusammenarbeit der sechs Feuerwehren dennoch positive Eindrücke von der Hauptübung mitnahm. „Dafür, dass wir das erste Mal zusammen im Einsatz waren, hat das gut geklappt", fiel auch das Fazit von Rainer Märsch erfreulich aus.

Dieser Artikel wurde original aus dem/der Wendlinger Zeitung entnommen,
wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.
 
Angelegt am: 02.01.2019 13:14:48
Angelegt von: Tivadar Toth
Geändert am: 02.01.2019 13:19:00
Geändert von: Tivadar Toth

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